Funktionstraining

... umfasst bewegungstherapeutische Übungen, die in der Gruppe unter fachkundiger Leitung, vor allem durch Physiotherapeuten/innen, Krankengymnasten/innen im Rahmen regelmäßig abgehaltener Übungsveranstaltungen durchgeführt werden. Es wirkt besonders mit Mitteln der Krankengymnastik und/oder der Ergotherapie gezielt auf spezielle körperliche Strukturen (Muskeln, Gelenke, usw.). Eine Teilnahme am Funktionstraining erfolgt auf ärztliche Verordnung (Muster56); eine Kostenübernahme und Prüfung erfolgt durch gesetzlichen Krankenkassen.


Wer rastet, der rostet...

 

... heißt es im Volksmund. Dies gilt für rheumakranke Menschen umso mehr. Auch wenn die Gelenke schmerzen, müssen sie in Bewegung gehalten werden, sonst verschlimmert sich ihr Zustand. Dies gilt für Arthrose genauso wie für entzündliche Gelenkerkrankungen.

 

Mangelnde Bewegung kann zu Schäden in Gelenken führen, die nicht mehr wieder gut zu machen sind. Deshalb hat die Deutsche Rheuma-Liga ein ganz spezielles Bewegungstraining entwickelt, das seit vielen Jahren mit großem Erfolg angeboten wird: das so genannte Funktionstraining.


Training für Gelenke und Haltungsapparat

Das Funktionstraining wurde von Krankengymnastik-Experten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga entwickelt. Spezielle Übungen dienen dazu, die kranken Gelenke in ihren »Funktionen« beweglich zu halten, sie zu fördern ohne zu überfordern. Bewegung ohne Belastung ist das Prinzip.

 

Das Funktionstraining findet im Wasser (Wassergymnastik) oder als Gymnastik im Raum (Trockengymnastik) statt.

 

Das erwartet Sie:

 

  • Offene, sympathische Gruppen von Gleichgesinnten
  • Verlässliche, fortlaufende Angebote
  • Trainingseinheiten im Wasser oder im Kursraum 
  • Fachkundige Anleitung nach neuesten medizinischen und krankengymnastischen Erkenntnissen

 

Die Therapeuten sind gut geschult im Umgang mit rheumakranken Menschen und nehmen regelmäßig an Fortbildungen zu Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises teil. Dadurch ist es ihnen möglich, gezielt auf individuelle Beschwerden einzugehen. 



Eine starke Gemeinschaft

 

... das ist die Deutsche Rheuma-Liga mit ihren über 250.000 Mitgliedern. Das Netz der örtlichen Gruppen und Verbände zieht sich von Ost nach West und von Nord nach Süd. Damit verfügen rheumakranke Menschen in Deutschland über den größten Verband im Gesundheitsbereich.

 

Mehrere tausend ehrenamtliche Mitstreiter in über 800 Gruppen beraten Neuerkrankte und organisieren die Verbandsarbeit. Dabei werden sie von einer vergleichbar kleinen Zahl hauptamtlicher Kräfte unterstützt. 

 


Was bringt das Funktionstraining?

 

Studien zeigen: Funktionstraining unterstützt nicht nur die Beweglichkeit. Gerade das gesellige Miteinander in der Gruppe, der regelmäßige Austausch und die Motivation durch Gleichgesinnte hilft, mit den Folgen und Einschränkungen der rheumatischen Krankheit besser zurecht zu kommen. Funktionstraining ist daher ein wichtiger Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe und bietet:

 

· Motivation durch die Gruppe

· Erhöhung der Beweglichkeit

· Austausch über den Alltag mit dem Rheuma

· Fachinformationen zur Krankheit

· Langfristige Hilfe zur Selbsthilfe

 

Kurzum: ein wichtiges Stück Lebensqualität!

 

Daumen hoch

So können Sie teilnehmen

 

Sie benötigen eine ärztliche Verordnung (Muster56). Informationen dazu erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Landesverbandes oder direkt bei den Ehrenamtlichen in der örtlichen Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga. Hier können Sie sich informieren, welche Gruppen oder Kurse es in Ihrer Nähe gibt.

Das Funktionstraining findet in der Regel 2 x pro Woche statt. Die Kurse sind fortlaufend, ein Einstieg ist im Allgemeinen jederzeit möglich.

 

Die Finanzierung des Funktionstrainings kann für einen begrenzten Zeitraum von den Krankenkassen übernommen werden. Danach heißt es: Weitermachen, aber auf eigene Initiative. 

 

 


Hilfe zur Selbsthilfe

 

... ist das Ziel der Arbeit vor Ort. Für die Betroffenen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten der Begegnung und Unterstützung im Leben mit der Krankheit. Manches ist speziell auf die besonderen Belange einzelner Krankheitsformen ausgerichtet.

Es gibt Bewegungstherapie, ergotherapeutische Behandlung, Schmerzbewältigungskurse, sozialrechtliche Beratung und Betreuung von Schwerstbetroffenen, Selbsterfahrungs- und Gesprächsgruppen, Elternkreise und Treffen für Junge Rheumatiker, Kreativgruppen und Tanz, Ausflüge, gesellige Veranstaltungen und vieles mehr.